von der Deutschen Gesellschaft für moderne Zahnheilkunde e. V.
Die eigenen Zähne bis ins hohe Alter behalten und ohne Zahnersatz auskommen zu können – das wünscht sich bestimmt jeder von uns! Dank der umfassenden Aufklärung in den Medien und beim Zahnarzt ist den meisten auch klar, dass dieser Wunsch heute in vielen Fällen erfüllt werden kann: Die Fortschritte in der Zahnmedizin ermöglichen es, Erkrankungen wie Karies und Parodontitis nachhaltig vorzubeugen und die Zähne dauerhaft gesund zu erhalten. Das tägliche Zähneputzen reicht allerdings dafür kaum aus, vielmehr sollte eine nachhaltige Mundhygiene auch die zahnärztliche Prophylaxe beinhalten.

Der Begriff „Prophylaxe" beinhaltet alle Pflege- und Vorbeugemaßnahmen, die in der Zahnarztpraxis und zu Hause durchgeführt werden können. Schon im Kindesalter sollte mit einem umfassenden Prophylaxeprogramm begonnen werden: Zum einen bilden gesunde Milchzähne eine gute Grundlage für das bleibende Gebiss, zum anderen hat die frühzeitige Einübung einen erzieherischen Effekt auf den Patienten. Dazu Zahnarzt Claes Henning aus Schrozberg: "Eine Statistik der Landesarbeitsgemeinschaft zur Verhütung von Zahnerkrankungen belegt, dass durch die flächendeckende Einführung der Kinderprophylaxe die Zahl der Zwölfjährigen ohne Karies von 27 % auf 55 % mehr als verdoppelt werden konnte."

Prophylaxe beim Zahnarzt ...

Die zahnärztliche Prophylaxe, die von einer geschulten Fachkraft übernommen wird, umfasst die Untersuchung des Gebisses, die professionelle Zahnreinigung und oft auch eine Ernährungsberatung. Eine solche Prophylaxesitzung dauert etwa eine Stunde. Die Untersuchung des Gebisses ist notwendig, um das Risiko für bestimmte Erkrankungen an Zahnfleisch und Zähnen zu testen. Je nach Anfälligkeit der Zähne ist alle drei bis sechs Monate eine professionelle Zahnreinigung zu empfehlen: Dabei werden zunächst mit Ultraschall- oder Schallgeräten die harten Beläge beseitigt – auch unter dem Zahnfleischrand, wo man zu Hause mit der Zahnbürste nicht hinkommt. Nach einer Kontrolle mit Handinstrumenten werden starke Verfärbungen (z. B. durch Kaffee, Tee oder Nikotin) mit dem Airflow-Gerät entfernt. Abschließend werden die Zähne gründlich poliert, die Zwischenräume gereinigt und längsseitig fluoridiert. Die Ernährungsberatung mit Instruktion zur häuslichen Mundpflege rundet das Prophylaxeprogramm ab.

... und zu Hause

Prophylaxemaßnahmen sind nur sinnvoll, wenn sie von regelmäßiger häuslicher Mundpflege begleitet werden. Das tägliche Zähneputzen gehört natürlich dazu. Aber gerade hier gibt es eine Menge Fehlerquellen: Es kommt auf die richtige Putztechnik an, um Defekten an den Zähnen vorzubeugen; die Zahnbürste sollte nicht zu hart sein; alle vier Wochen sollte sie ausgetauscht werden; idealerweise sollte eine elektrische Zahnbürste benutzt werden. Um die Zähne auch an den Stellen zu reinigen, die für Zahnbürsten nur schwer zugänglich sind, empfiehlt sich die Verwendung von Zahnseide, Interdentalbürstchen und Mundwasser. Richtig eingesetzt, garantieren diese Pflegemittel schöne und gesunde Zähne.

Und was hat der Patient davon?

Leider ist die zahnärztliche Prophylaxe eine reine Privatleistung und somit von der Förderung durch die Kassen ausgenommen. Doch auf die Dauer zahlt sich der finanzielle Aufwand aus: Die nachhaltige Pflege und Reinigung der Zähne erfüllt den Wunsch nach einem dauerhaft schönen Gebiss und schont – lang-fristig betrachtet – auch den Geldbeutel des Patienten: Wer seine Zähne auf diese Weise pflegt, vermeidet später die Kosten für aufwändigen Zahnersatz. Vor allem aber sorgt Prophylaxe für ein angenehmes Mundgefühl und somit für ein deutliches Plus an Lebensqualität.

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Mainzer Str. 5
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Tel.: 06731-54878-0
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